MolyCom-Produktion startet in Aachen
M. E. Schupp Industriekeramikstartet am Heimatstandort in Aachen mit der Produktion von elektrischen Heizelementen aus Molybdändisilizid (MoSi2) für Hochtemperaturöfen. Damit produziert der Anbieter von Hochtemperatur-Komponenten für den Bereich von 600° C bis 1900° C als derzeit einziges Unternehmen in Deutschland und zweites in ganz Europa Heizelemente aus diesem Material. Sie werden unter dem Markennamen Molycom Ultra eingesetzt in Industrie- und Laboröfen mit Betriebstemperaturen bis zu 1800° Celsius in den Branchenindustrien Halbleiter, Schmuck, Glas, Keramik und Dental.
Mit dem Produktionsstandort Aachen bietet M. E. Schupp in Europa eine zweite Quelle für MoSi2-Heizelemente. Als „Made-in-Germany-Produkte“ garantieren sie eine kontinuierlich hohe Qualität, die sich bei elektrischen Heizelementen an Kriterien wie einem konstantem elektrischen Widerstand, einer homogenen Maximaltemperatur, hoher Temperaturwechselfähigkeit und langer Lebensdauer bemisst. Die Produktion gemäß den etablierten Industriestandards erlaubt den Einsatz von neuen und alten Elementen nebeneinander sowie den gleichzeitigen Betrieb von Molycom Ultra und Heizmodulen anderer Hersteller.
Molycom Ultra wird in allen Durchmessern von 3/6 mm bis 12/24 mm mit bis zu zwei Metern Länge produziert. Die Hot-Bending-Technologie, die nur wenige Fertiger weltweit beherrschen, erlaubt auf Kundenwunsch die Realisierung komplexer Heizelement-Geometrien.
Die Produktion in Aachen startet in einer 800-qm-Halle auf einer der modernsten Fertigungsanlagen weltweit. Die Qualität überwacht und managt M. E. SCHUPP mit einem eigenen Messlabor. Die Investitionen betragen 1,5 Mio. Euro. Für die nahe Zukunft ist auch der Einstieg in die Produktion von hochreinen Heizelementen aus Molybdändisilizid geplant, die dann unter Lizenz des japanischen Partners Nippon Mining & Metals Co., Ltd. (NIKKO) gefertigt werden.
Mit dem Start der MolyCom-Produktion baut M. E. SCHUPP seine Position als weltweiter Anbieter für Hochtemperaturtechnologie aus einer Hand weiter aus. Unternehmen der Anwenderindustrien Schmuck, Glas, Halbleiter, Keramik und Dental erhalten hier alles, was sie für elektrisches Beheizen, thermisches Isolieren und Temperaturmessung sowie an Hilfsmitteln für den Brennprozess benötigen. Mit einem sehr günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis aller Produkte, umfassendem, sehr persönlichem Service und effizienter Logistik spricht M. E. SCHUPP sowohl kleine und mittelständische Unternehmen als auch Konzerne an. Entsprechend qualifizierte Mitarbeiter aus zwölf Nationen erarbeiten auf der Basis des Produktportfolios die jeweils optimale Lösung für den gegebenen Kundenbedarf. M. E. SCHUPP arbeitet in einem dichten Netzwerk von Hochtemperatur-Unternehmen, deren Leistungen und Produkte sich ergänzen und die sich in Entwicklung und Marketing unterstützen.
Die M.-E.-SCHUPP-Marke MolyCom fasst elektrische Heizelemente zusammen, die bis 1800° C einsetzbar sind. Sie setzen sich aus Molybdändisilizid und anderen Keramik-Komponenten zusammen. Über 900° C bildet sich auf ihrer Heizleiteroberfläche eine dichte, aber dünne Quarzglas-Schicht. Sie schützt das MoSi2- Glühteil vor Oxidation. MolyCom hat sich als technisch gleichwertige, aber kostengünstigere Alternative zu den marktführenden Heizelement-Produkten auf MoSi2-Basis etabliert. Die elektrischen Module gibt es in den Ausführungen MolyCom Ultra, die den Industriestandards entspricht, und MolyCom Hyper, die aus reinerem MoSi2 bestehen. Für Anwendungen in der Glasindustrie komplettieren elektrische Heizfaserpaneele unter dem Namen MolyTec das Portfolio. Ebenfalls erhältlich sind die notwendigen Anschlussklemmen – etwa Keramikdoppelhalter oder Aluminium-Anschlussklemmen aus rostfreiem Material -, um die MolyCom-Elemente im Ofen zu installieren.
Zurzeit erwirtschaftet M. E. SCHUPP mit MolCcom-Produkten 15 Prozent des Umsatzes, bis zum Jahr 2010 soll der Anteil auf 30 bis 35 Prozent steigen.
Mit der Molycom-Produktion kommt ein Stück Hochtechnologie zurück nach Deutschland. Seit über zwölfJahren werden Molybdändisilizid-Heizelemente in Deutschland nicht mehr produziert. Die Anbieter von damals sind von Wettbewerbern aufgekauft worden, die die Fertigung dann aus Deutschland abgezogen haben.
Über M. E. SCHUPP
Gegründet wurde M. E. SCHUPP 1996 von Michael E. Schupp, der zuvor jahrzehntelang bei großen und renommierten Hochtemperaturtechnologie-Unternehmen tätig war. Heute erwirtschaftet das Unternehmen mit 24 Mitarbeitern aus zwölf Nationen einen Umsatz von fünf Millionen Euro. Zu den Kunden gehören Firmen der Anwenderindustrien Glas, Halbleiter, Schmuck, Keramik und Dental aus der ganzen Welt.
Das Produktportfolio, das sich aus den Bereichen Heizen, Isolieren, Messen, Brennen & Schmelzen sowie Kleber & Oberflächenbeschichtung zusammensetzt, wird selbst oder von internationalen Kooperationspartnern produziert, die in ihrem Bereich jeweils zu den führenden Spezialfertigern gehören. Intensive Kooperationen unterhält M. E. SCHUPP vor allem mit japanischen Unternehmen: Ein Großteil der Produkte, die M. E. SCHUPP nicht selbst produziert, werden von dort bezogen und teilweise exklusiv in Europa vertrieben. Auch in der eigenen Produktion profitiert M. E. SCHUPP vom japanischen Know-how, in der die Qualitäten von Made in Germany und in Japan zusammenfließen.